Die Autoren führten keine neue experimentelle Studie durch, sondern eine strukturierte Bewertung vorhandener Regulierungs- und Forschungsdaten. Grundlage waren vor allem Sicherheitsbewertungen von EFSA, FDA, JECFA und deren Vorgängerinstitutionen. Die Autoren ordneten Ergebnisse aus Wiederholungsdosis- sowie Reproduktions- und Entwicklungsstudien nach Organsystemen, darunter Leber, Blutparameter und Fortpflanzungsorgane. Nierenbefunde bei Aspartam, Sucralose und Saccharin prüften sie besonders detailliert, da diese in der BfR-Stellungnahme aus dem Jahr 2023 eine Rolle spielten. Die Autoren verglichen Effekt- und Nicht-Effekt-Dosen mit den NOAELs, auf denen die jeweiligen ADIs beruhen. Zudem wurde eine strukturierte Auswertung von Studien zum menschlichen Mikrobiom durchgeführt. Abschließend prüften sie, ob die Süßstoffe die Voraussetzungen für eine gemeinsame Bewertung erfüllen.