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Zucker, Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe im Vergleich

Unterschiede von Süßungsmitteln verstehen: Unser „Welt der Süße“-Flyer gibt einen umfassenden Überblick

Wer sich heute mit Ernährung beschäftigt, stößt schnell auf eine Vielzahl von Möglichkeiten zu Süßen: Haushaltszucker, Honig, Agavendicksaft, Stevia, Xylit oder Sucralose – um nur einige Beispiele zu nennen. Doch obwohl diese Produkte im Alltag häufig verwendet werden, herrscht oft Unsicherheit darüber, wie sie sich eigentlich unterscheiden.

Genau hier setzt unser neuer Flyer „Willkommen in der Welt der Süße an. Er bietet eine kompakte Orientierung über die wichtigsten Kategorien von Süßungsmitteln und erklärt auf verständliche Weise ihre unterschiedlichen Eigenschaften und Wirkungen auf unseren Körper. Ziel ist es, eine sachliche und übersichtliche Einordnung zu ermöglichen. So lassen sich auf einen Blick nicht nur der Kaloriengehalt, sondern auch die Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel, die Zahngesundheit und die Darmverträglichkeit zwischen den verschiedenen Süßungsmitteln unterscheiden.

Zucker, Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe: Was sind die Unterschiede?

Ein häufiger Grund für Verwirrung ist, dass verschiedene Arten von Süßungsmitteln oft in einen Topf geworfen werden. Dabei unterscheidet man jedoch zwischen:

  • Zuckern (z. B. Saccharose, Honig oder Agavendicksaft)
  • Süßstoffen (z. B. Sucralose, Aspartam oder Steviolglycoside) und
  • Zuckeraustauschstoffen bzw. Zuckeralkoholen (z. B. Xylit, Sorbit oder Erythrit)

 

Diese Gruppen haben sehr unterschiedliche ernährungsphysiologische Eigenschaften – etwa in Bezug auf Kalorien, Stoffwechsel oder Verträglichkeit.

Ob ein Lebensmittel Zucker oder alternative Süßungsmittel wie Süßstoffe oder Zuckeralkohole enthält, lässt sich in der Zutatenliste erkennen. Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe werden häufig in zuckerfreien Kaugummis, Bonbons oder anderen zuckerfreien süßen Lebensmitteln verwendet – häufig sind diese mit der Aufschrift „light“, „zero“ oder „zuckerfrei“ gekennzeichnet.

Besonders Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe werden von VerbraucherInnen aber häufig nicht unterschieden oder gar verwechselt, was leicht zu Missverständnissen führen kann.
Wir erklären die wichtigsten Unterschiede!

Zucker: Energiequelle mit Einfluss auf Blutzucker und Zähne

Zuckerarten bestehen überwiegend aus verschiedenen Kombinationen von Glucose, Fructose und Saccharose. Sie liefern etwa 3–4 Kalorien pro Gramm und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen. Zudem können sie sich negativ auf die Zahngesundheit auswirken, da sie meist die Kariesbildung fördern.

Viele sogenannte „natürliche Alternativen“ zu Haushaltszucker – wie etwa Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup, Datteln oder Kokosblütenzucker – werden häufig als gesünder wahrgenommen. Tatsächlich enthalten sie jedoch ebenfalls große Mengen Zucker und liefern ähnlich viele Kalorien wie klassischer Haushaltszucker. Auch wenn einige dieser Produkte kleine Mengen an Mineralstoffen enthalten können, spielen sie für die Deckung des Nährstoffbedarfs kaum eine Rolle. Diese „natürlichen Zucker-Alternativen“ bieten somit zwar geschmackliche Abwechslung, können aber generell nicht als gesünder eingestuft werden als üblicher Haushaltszucker.

Süßstoffe: intensive Süße ohne Kalorien

Die Besonderheit an Süßstoffen ist, dass sie keine oder praktisch keine Kalorien liefern. Sie sind daher besonders für Personen geeignet, die Süßes genießen möchten, aber dennoch auf ihr Gewicht achten und Kalorien reduzieren wollen. Im Gegensatz zu Zucker haben Süßstoffe zudem keinen Einfluss auf den Blutzucker- oder Insulinspiegel und sind somit auch für Personen mit Diabetes besonders gut geeignet. Gleichzeitig haben Süßstoffe eine sehr hohe Süßkraft – es werden also nur sehr kleine Mengen benötigt, um eine süße Geschmackswirkung zu erzielen. Zudem fördern sie nicht die Kariesbildung, sind also zahnfreundlicher.

Tatsächlich gilt dies jedoch nicht nur für Süßstoffe, sondern auch für einige Zuckeraustauschstoffe – zwei Stoffgruppen, die in der öffentlichen Wahrnehmung häufig verwechselt werden.

Zuckeraustauschstoffe: weniger Kalorien, aber nicht immer gut verträglich

Zuckeraustauschstoffe – auch Zuckeralkohole genannt – sind im Gegensatz zu Süßstoffen Energielieferanten. Sie enthalten etwa 2,4 Kalorien pro Gramm und damit etwas mehr als die Hälfte des Kaloriengehalts von Haushaltszucker. Dafür sind einige aber etwa auch nur halb so süß. Eine Ausnahme ist Erythrit, das praktisch kalorienfrei ist. Auch Zuckeraustauschstoffe beeinflussen den Blutzuckerspiegel nur gering und sind zahnfreundlicher als Zucker.

Allerdings haben Zuckeraustauschstoffe eine Besonderheit: In größeren Mengen können sie Blähungen oder Durchfall verursachen. Deshalb ist auf Produkten der Hinweis „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ gesetzlich vorgeschrieben, wenn sie mehr als 10 % Zuckeraustauschstoffe beinhalten. Häufig wird fälschlicherweise angenommen, dass auch Süßstoffe Verdauungsprobleme verursachen können – das ist jedoch nicht der Fall und kommt durch die häufige Verwechslung mit Zuckeraustauschstoffen zustande.

Orientierung statt Verwirrung –
Welches Süßungsmittel passt zu mir? So treffen Sie die richtige Wahl

Mit unserem neuen Flyer möchten wir genau hier ansetzen: Er zeigt übersichtlich und noch detaillierter, wie sich verschiedene Süßungsmittel unterscheiden. Die grafische Darstellung erleichtert den Vergleich und hilft dabei, die wichtigsten Eigenschaften der verschiedenen Kategorien schnell zu erfassen.

Denn klar ist: Süße muss nicht immer gleich sein. Wer sich bewusst mit verschiedenen Süßungsmitteln auseinandersetzt, kann besser entscheiden, welche Option am besten zu den eigenen Bedürfnissen und Ernährungsgewohnheiten passt.

Hier finden Sie unseren Welt-der-Süße-Flyer zum Download und hier das Formular zur kostenlosen Bestellung gedruckter Exemplare.

Fragen & Antworten

Anja RothÖFFENTLICHKEITSARBEIT DEUTSCHLAND

Süßstoff-Verband e.V.

Postfach 90 60 85,

51127 Köln

+49 (0) 2203 20 89 45

info@suessstoff-verband.de

FAQ: Zucker, Süßstoffe & Zuckeraustauschstoffe – was Sie wissen sollten

Was ist der Unterschied zwischen Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen?

Süßstoffe wie Stevia oder Sucralose liefern praktisch keine Kalorien und haben keinen Einfluss auf den Blutzucker. Zuckeraustauschstoffe wie Xylit oder Erythrit enthalten dagegen etwa halb so viele Kalorien wie Zucker und können in größeren Mengen Verdauungsbeschwerden verursachen – Süßstoffe hingegen nicht.

Sind natürliche Süßungsmittel wie Honig oder Agavendicksaft gesünder als Haushaltszucker?

Nicht wirklich. Honig, Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker enthalten ähnlich viele Kalorien wie Haushaltszucker, lassen den Blutzucker ebenfalls ansteigen und fördern Karies. Sie bieten zwar geschmackliche Abwechslung, sind ernährungsphysiologisch aber keine gesündere Alternative.

Welches Süßungsmittel ist am besten für Menschen mit Diabetes geeignet?

Besonders geeignet sind Süßstoffe wie Stevia oder Sucralose, da sie kalorienfrei sind und den Blutzucker nicht beeinflussen. Auch Zuckeraustauschstoffe wie Erythrit haben nur eine geringe Wirkung auf den Blutzucker. Klassischer Zucker – auch in „natürlicher” Form wie Honig – sollte bei Diabetes eher gemieden werden.