[login-logout-toggle]

Welt-Adipositas-Tag: Kalorienfreie Süße als Teil der Lösung

Welt-Adipositas-Tag 2026: Heute gegen Adipositas handeln

Der Welt-Adipositas-Tag (World Obesity Day) am 4. März 2026 steht unter dem Motto „8 Billion Reasons to Act on Obesity“ – „8 Milliarden Gründe, gegen Adipositas aktiv zu werden“. Die Kampagne macht deutlich: Adipositas betrifft uns alle – und ihre Prävention und Behandlung ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe.

„Adipositas (starkes Übergewicht) ist eine chronische Erkrankung, die auf einer übermäßigen Vermehrung des Körperfettanteils beruht“ “, erklärt Diplom-Oecotrophologin Anja Roth vom Süßstoff-Verband e.V.. Die Ursachen für die Erkrankung sind vielfältig. Durch ein Zuviel an Kalorien und ein Zuwenig an Bewegung entsteht ein Energieüberschuss, der als Fett in den Fettzellen gespeichert wird. Aber auch die Gene, die (soziale) Umwelt und psychologische Faktoren spielen eine Rolle. Behandlung und Prävention müssen daher die Basisfaktoren Verhalten, Ernährung und Bewegung beinhalten.

Was hilft bei Adipositas? – Kalorienarme/-freie Süßstoffe als Hilfe zur Gewichtskontrolle

Für Menschen, die den süßen Geschmack genießen, aber ihren Zuckerkonsum reduzieren möchten, können kalorienarme oder kalorienfreie Süßstoffe eine Hilfe sein. Sie unterstützen dabei, die Gesamtzufuhr von Zucker und Kalorien zu verringern, da sie keine Kalorien liefern und weder die Insulinausschüttung noch den Blutzuckerspiegel beeinflussen.

Süßstoffe können dabei als Teil einer ausgewogenen, zuckerarmen Ernährung langfristig und zur Gewichtskontrolle beitragen. Die Sweet-Studie (1) zeigt, dass die Einbeziehung von Süßstoffen in eine gesunde, zuckerreduzierte Ernährung Menschen dabei helfen kann, ihr Gewicht nach einer Gewichtsreduktion über einen Zeitraum von einem Jahr besser zu halten als eine Kontrollgruppe ohne Süßstoffverwendung.

Das Süßstoffe Teil des Gewichtsmanagements sein können, zeigt auch eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit (2), in der verschiedene Studienergebnisse zu Süßstoffen untersucht wurden. Wurden Süßstoffe als Ersatz für Zucker und zur Reduzierung der Gesamtkalorienzufuhr verwendet, standen sie in randomisiert kontrollierten Studien (RCTs) durchweg mit einer Verringerung des Körpergewichts, des Körperfettanteils und der Energiezufuhr in Verbindung und in „bias-adjustierten” Kohortenanalysen (d.h. statistisch von systematischen Fehlern in Daten bereinigt) mit einem geringeren Körpergewicht und weniger Fettleibigkeit, koronaren Herzerkrankungen, kardiovaskulären Erkrankungen und Gesamtmortalität.

8 Milliarden Gründe, etwas gegen Fettleibigkeit zu unternehmen

Mit dem Motto #8BillionReasons werden wir am diesjährigen Welt-Adipositas-Tag also daran erinnert, dass wir alle eine wichtige Rolle dabei spielen, gesündere Ernährungsbedingungen zu schaffen und angemessene Präventions- und Therapiemaßnahmen zu unterstützen. Adipositas muss strukturiert angegangen und bekämpft werden, um eine gesunde Zukunft zu ermöglichen. Deshalb unterstützt der Süßstoff-Verband den Adipositas-Tag und ruft Medien, soziale Netzwerke und die gesamte Gesellschaft dazu auf, Adipositas als Erkrankung ernst zu nehmen und Betroffenen auf ihrem Weg aus der Erkrankung positiv und motivierend zu begleiten.

Wenn Sie mehr zum Thema Gewichtskontrolle und Süßstoffe erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen der International Sweeteners Association (ISA):

Literatur:

(1) Pang et al Effect of sweeteners and sweetness enhancers on weight management and gut microbiota composition in individuals with overweight or obesity: the SWEET study. Nat Metab. 2025 Oct 7. https://doi.org/10.1038/s42255-025-01381-z 
(2) Ayoub-Charette S, Kavanagh M, Khan T, Sievenpiper J. Reconciling conflicting evidence on low- and no-calorie sweeteners and cardiometabolic outcomes: an umbrella review using naïve and bias-adjusted methods. Appl Physiol Nutr Metab. 2025 Dec 23;50:1-26. https://doi.org/10.1139/apnm-2025-0068

Fragen & Antworten

Anja RothÖFFENTLICHKEITSARBEIT DEUTSCHLAND

Süßstoff-Verband e.V.

Postfach 90 60 85,

51127 Köln

+49 (0) 2203 20 89 45

info@suessstoff-verband.de