Die Autoren berichten auf Basis der RCTs von einem erhöhten Risiko für Insulinresistenz und schlechtere Blutzuckerkontrolle, gemessen am HbA1c-Wert. Ihre Schlussfolgerungen stützen sich dabei weitgehend auf statistisch signifikante Anstiege des Nüchterninsulins und des HbA1c. Der berichtete HbA1c-Anstieg betrug jedoch lediglich 0,07 % – ein Unterschied, der wahrscheinlich nicht klinisch bedeutsam ist und unter dem Niveau liegt, das allgemein als relevant für das glykämische Management gilt.
Nüchterninsulin ist zudem ein sog. Surrogat-Biomarker, der isoliert schwer zu interpretieren ist; insbesondere wenn keine konsistenten Auswirkungen auf andere Messwerte des Glukosestoffwechsels und der Insulinsensitivität vorliegen. Alle anderen Marker für die kardiometabolische Gesundheit – einschließlich Blutzucker, Insulinsensitivität, Blutdruck und Lipidprofil – unterschieden sich zwischen Süßungsmittel und Placebo oder Wasser nicht signifikant. Ein Vergleich mit Zucker oder anderen kalorienhaltigen Alternativen wurde nicht durchgeführt.