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Umfrage zu Süßstoff bestätigt Vorurteile. Mehr dazu gibt es im Süßstoff-Portal.

Umfrage zu Süßstoffen zeigt: 7 von 10 ÖsterreicherInnen verwenden zwar Süßstoffe, doch Vorurteile hinsichtlich deren Sicherheit sind weit verbreitet

Wien, 9. November 2016 | Eine repräsentative Umfrage zu Süßstoffen (MAFO-Studie) zeigt, wie zwiespältig die Menschen gegenüber dem Zuckerersatz eingestellt sind. Will die überwiegende Mehrheit damit Kalorien einsparen, möchten Nicht-Verwender generell auf Zusatzstoffe verzichten. Die Hälfte aller Befragten weiß nicht, dass Süßstoffe kalorienfrei sind und hat auch etliche Vorurteile, die einer wissenschaftlichen Prüfung jedoch nicht standhalten.

Rund um den Weltdiabetes-Tag (14.11.) wird alle Jahre wieder der Ruf nach einem kalorienärmeren, ausgewogenen Essalltag von allen Seiten lauter. Ärzte und Ernährungsfachkräfte sprechen sich mehrheitlich für Süßstoffe im Rahmen eines figurfreundlichen und stoffwechsel­gesunden Essalltags aus. Und doch stehen Süßstoffe und damit gesüßte Lebensmittel und Getränke immer noch im Kreuzfeuer der Kritik der KonsumentInnen. Inwieweit die gängigen Meinungen in den Köpfen der ÖsterreicherInnen verankert sind, untersuchte nun eine aktuelle MAFO von meinungsraum.at an 1.000 Personen (Alter 14+).

71 % Süßstoffverwender

Sieben von zehn ÖsterreicherInnen (71%) geben an, zumindest gelegentlich Süßstoff zu verwenden bzw. in fertigen Produkten zu konsumieren. Je jünger die Befragten, umso eher wird Süßstoff verwendet. 42 % der Teilnehmer sind der Meinung, dass Süßstoffe einen Beitrag zum gesunden Lebensstil leisten. Verwender wollen damit hauptsächlich Kalorien sparen bzw. ist es für viele bereits zur Gewohnheit geworden. Bei Softdrinks greifen 36 % der Befragten bereits zur zuckerfreien Alternative, 40 % ziehen den echten Zuckergeschmack vor, 24 % trinken gar keine Soft-Drinks.

Nicht-Verwender wollen Zusatzstoffe meiden

Unter den 29 % Nicht-Verwendern stehen weniger die Gesundheitsbedenken im Vordergrund. Sie halten Süßstoffe in ihrem Essalltag für überflüssig, lehnen Zusatzstoffe wie auch den Süßstoff-Geschmack generell ab.

Mythen und Vorurteile

Süßstoffe müssen sich seit jeher vielen Kritikern stellen. Wie denken die ÖsterreicherInnen darüber? Wer liegt richtig, wer falsch?

52 % sagen „Süßstoffe sind kalorienfrei“

Das ist natürlich richtig. Fast der Hälfte aller Befragten ist diese Tatsache leider nicht bekannt.

Jede/r Zweite meint, Süßstoffe würden den Appetit anregen

Falsch gedacht. Mittlerweile entkräften mehrere Studien dieses weit verbreitete Vorurteil. Die angeblich ausgelöste cephalische Insulinsekretion, welche einen Blutzuckerabfall und daraufhin gesteigerten Appetit zur Folge hätte, konnte wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Studienergebnisse zeigen vielmehr, dass Blutglukosekonzentration und Insulinsekretion durch Süßstoff nicht beeinflusst werden1,2,3,4.

Zahlreiche unberechtigte Vorurteile halten sich hartnäckig

Eine hohe Zahl an Befragten vertraut der Sicherheit von Süßstoffen offensichtlich nicht. Zwei von drei sind generell der Meinung, Süßstoffe seien ungesund, 38 % meinen sogar, die künstliche Süße könne Krebs verursachen. Univ. Prof. Dr. Jürgen König vom Inst. für Ernährungswissenschaften in Wien klärt auf: „Fakt ist, dass alle am Markt befindlichen Süßstoffe vor ihrer Freigabe einen aufwändigen Sicherheitsbeweis antreten müssen. Es muss für alle Zusatzstoffe – so auch für Süßstoffe – gewährleistet sein, dass diese selbst bei lebenslangem regelmäßigem Konsum gesundheitlich unbedenklich sind.“ Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA prüft auch stets die neuesten Studien und aktualisiert ihre Empfehlungen und ADI-Werte* – so geschehen z. B. 2013 mit dem Süßstoff Aspartam5. Dieser ist besonders häufig im Kreuzfeuer der Kritik und wurde daher besonders sorgfältig überprüft. „Die Konsumentinnen und Konsumenten können daher bei jedem Süßstoff sicher sein, dass er im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung und gesunden Lebensweise innerhalb der festgelegten ADI-Werte gesundheitlich unbedenklich ist“, betont die Ernährungswissenschaftlerin des Süßstoffverbandes Mag. Uta Carstanjen.

Wussten Sie, dass...?

Der ADI-Wert (englisch: ADI, acceptable daily intake) gibt die tolerierbare Tagesdosis eines Stoffes an, die ein Mensch ein Leben lang täglich ohne negative Auswirkungen auf die Gesundheit aufnehmen kann.

Fazit der Umfrage:

Die ÖsterreicherInnen haben beim Wissen zum Thema Süßstoffe Aufholbedarf bzw. sind hinsichtlich deren Sicherheit besorgt. Im Rahmen eines ausgewogenen Ess- und Trinkalltages können Süßstoffe jedoch helfen, die Kalorienaufnahme im Lot zu halten und damit eine ausgewogene Ernährungsweise langfristig unterstützen.

  • 1.Härtel B, Graubaum HJ, Schneider B: Einfluss von Süßstoff-Lösungen auf die Insulinsekretion und den Blutglucosespiegel. Ernährungs-Umschau (1993) 40: 152–156.
  • 2. Rodin J: Comperative effects of fructose, aspartame, glucose and water preloads on calorie and macronutrient intake.
  • 3.Steininger J, Graubaum HJ, Steglich HD, Schneider A, Metzner C: Gewichtsreduktion mit saccharose- oder süßstoffhaltiger Reduktionskost? Ernährungs- Umschau (1995) 42: 430–437.
  • 4.Wolf-Novak LC, Stegink LD, Brummel MC et al.: Aspartame ingestion with and without carbohydrate in phenylketonuric and normal subjects: effects on plasma concentration of aminoacids, glucose and insulin. Metabolism (1990) 39: 391–396. (Abstract)
  • 5.http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/131210 (Abruf am 17.10.2016)
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Diplom Oecotrophologin Anja Krumbe

Anja RothÖffentlichkeitsarbeit Deutschland

Süßstoff-Verband e.V.
Postfach 90 60 85, 51127 Köln
+49 (0) 2203 20 89 45
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