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Moderne Ernährung: Die neusten Trends. Mehr dazu erfahren Sie beim Süßstoff-Portal.

Moderne Ernährung: Sinnvoll Süß

Der „Ernährungskongress 2012“ in Nürnberg zeigte im Juni die neuesten Trends moderner Ernährung. Welche Rolle Süßstoffe dabei spielen können, beleuchtete ein hochkarätig besetztes Satellitensymposium.

Die aktuelle Forschung und die neuesten Trends in Sachen Ernährung waren Thema der 11. Drei-Länder-Tagung der ernährungsmedizinischen Verbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vom 14. bis 16. Juni in Nürnberg. Veranstaltet wurde die Tagung von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), der österreichischen Arbeitsgemeinschaft klinische Ernährung (AKE) und der Gesellschaft für klinische Ernährung der Schweiz (GESKES) gemeinsam mit der Jahrestagung 2012 des Verbands der Oecotrophologen e.V. (VDOE).

Insgesamt über tausend Ernährungswissenschaftler und -mediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz folgten den Vorträgen und Präsentationen aus Wissenschaft und Industrie. Daneben informierten rund 70 Verbände und Unternehmen die Fachbesucher an Ständen über ihre Arbeit. Auf großes Interesse stieß der Stand des Internationalen Süßstoffverbands ISA (International Sweeteners Association). Ziel des Verbands ist es, die Forschung über Süßstoffe zu fördern – und ihre Bedeutung für eine moderne Ernährung in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Süßstoff in der modernen Ernährung

„Süßstoff – sinnvoll süß?! Von der Wissenschaft zu praktischen Empfehlungen“ – so lautete der Titel des Satellitensymposiums, zu dem der Süßstoffverband im Rahmen des Ernährungskongresses am 14. Juni eingeladen hatte. Namhafte Referenten aus Ökotrophologie und Zahnmedizin referierten vor vollbesetztem Auditorium über drei zentrale Aspekte der Süßstoff-Forschung: Krebs, Übergewicht und Karies. „Süßstoffe sind für viele Menschen heute selbstverständlicher Bestandteil der Ernährung, insbesondere bei Erfrischungsgetränken“, führte Professor Dr. Gert-Wolfhard von Rymon Lipinski, Lebensmittelchemiker und anerkannter Süßstoff-Experte in das Symposium ein. Dennoch herrsche bei den Verbrauchern insgesamt Verunsicherung über die Sicherheit
von Süßstoffen, insbesondere beim Thema Krebs.

Krebs – Welche Rolle spielt die Ernährung?

„Nach der bisherigen Studienlage gibt es keinen nachweisbaren Effekt, den Süßstoffe auf ein erhöhtes Krebsrisiko haben“, betonte die Ökotrophologin Dr. Birgit-Christiane Zyriax vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. In ihrem Vortrag fasste die Ernährungswissenschaftlerin die großen Trends in der Krebsforschung zusammen. „Der Zusammenhang zwischen Ernährung und der Entstehung von Krebs ist sehr komplex und nach wie vor nicht vollständig erforscht“, so Zyriax. „Dennoch zeichnet sich ein sichtbarer Trend ab: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ein gewisses Maß an Bewegung reduzieren offensichtlich das lebenslange Risiko an Krebs zu erkranken.“ Fazit ihres datenreichen Referats: Die größten Risiken gehen von Übergewicht, Alkohol- und Nikotinkonsum aus. Auch Supplemente können das Krebsrisiko erhöhen, ebenso wie der übermäßige Genuss von Fleisch und Wurst.

Chronischer Stress – Ursache der Viszeralen Adipositas?

Übergewicht – eines der zentralen Gesundheitsthemen in Deutschland – stand im Mittelpunkt des zweiten Vortrags, den die Diplom-Ökotrophologin Carola Wießmann in Vertretung der Kölner Ernährungsmedizinerin Professor Dr. Dr. Christine Metzner hielt. Sie stellte klar, dass es zwei grundweg verschiedene Arten von Übergewicht gibt. Der Fettverteilungstyp ist ausschlaggebend für das kardiometabolische Risiko. „Allerdings wurde der Stellenwert chronischen Stresses auf die Entwicklung des Körpergewichts bisher unterschätzt“, erläuterte Wießmann. Diäten und der Verzicht auf gesüßte Nahrungsmittel können daher als Stressfaktoren wirken und die risikoreiche viszerale Adipositas sogar noch fördern.

Wie Zahngesund sind Süßstoffe?

Durchaus positive Effekte haben Süß- und Zuckeraustauschstoffe für die Zahngesundheit. Diesen Aspekt nahm Dr. Joachim Klimek, Zahnmediziner und Experte für Präventive Zahnheilkunde von der Justus-Liebig-Universität Gießen, in seinem Vortrag unter die Lupe. „Vergärbare Kohlenhydrate spielen bei der Entstehung von Karies eine wesentliche Rolle“, erläuterte Klimek. Den Bakterien des Zahnbelags dient besonders Zucker als Nahrung, ihre Stoffwechselprodukte greifen den Zahn an. Entscheidend ist hier aber weniger die Zuckermenge, als vielmehr die Verweildauer auf der Zahnoberfläche. So können Kartoffelchips – die Stärke in einer für die Bakterien verwertbaren Form enthalten und an den Zähnen kleben – kariogener sein, als zuckerhaltige Nahrungsmittel, die den Mund wieder schneller verlassen – so der Experte weiter. „Süßstoffe können durch die Plaquebakterien nicht verstoffwechselt werden“, sagt der Experte für Präventive Zahnheilkunde. Auch wenn die Zahl der Karieserkrankungen dank der Einführung fluoridierter Zahncreme erheblich zurückgegangen ist, können Süßstoffe sinnvoll für eine zahngesunde Ernährung eingesetzt werden. Zum Beispiel in gesüßten Erfrischungsgetränken, da – wie Klimek erläuterte – nicht die Menge der zugeführten Kohlenhydrate für die Bildung von Karies entscheidend sei, sondern die Häufigkeit.

„Die Vorliebe für süßen Geschmack ist den Menschen in der Regel angeboren – warum also sollten sie darauf verzichten?“, fragt Rymon Lipinski abschließend. „Die Vorträge unserer Referenten auf dem diesjährigen Satellitensymposium haben uns eindrucksvoll und kenntnisreich vor Augen geführt, dass Süßstoffe in einer modernen, kalorienreduzierten Ernährung einen wichtigen Platz einnehmen.“

Die Videos zu den Experteninterviews finden Sie auf der Homepage des Internationalen Süßstoffverbandes.

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Diplom Oecotrophologin Anja Krumbe

Anja RothÖffentlichkeitsarbeit Deutschland

Süßstoff-Verband e.V.
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+49 (0) 2203 20 89 45
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